Seitenbereiche:
Community Integration Sonderpädagogik

Pädagogische Diagnostik

Pädagogische Diagnostik soll im Schulalltag eingebettet werden, um systematisch Informationen über den Leistungsstand von Schülerinnen und Schülern und deren Entwicklung in verschiedensten Erfahrungsbereichen zu sammeln. Diese Informationen dienen den Lehrkräften zur Planung und Begleitung des individualisierten Unterrichts. Es wendet sich also nicht ein Spezialist/eine Spezialistin (Schulpsychologe/Schulpsychologin oder Gutachter/in) mit entsprechenden Verfahren und Instrumenten einem einzelnen Kind zu. Vielmehr wird eine Vielzahl diagnostischer Entscheidungen handlungsbegleitend im Zuge der Unterrichtsgestaltung getroffen, rückgemeldet und mit weiteren Lern- und Übungsaufträgen versehen. 

Dies geschieht beispielsweise durch den Einsatz  von fachbezogenen Lernzielkatalogen, die Einschätzung des Lern- und Arbeitsverhaltens, eine Kind-Umfeld Analyse, mithilfe von Gesprächleitfäden für Zielklärungsgespräche, Evaluation von Gruppenarbeiten, fachbezogenen Lernzielkatalogen, Portfoliobeiträgen und durch den Einsatz von Lerntagebüchern. 

Die Pädagogische Diagnostik, die im Englischen oft mit "assessment for learning" oder "inclusive assessment" bezeichnet wird, fördert die aktive Teilhabe und Inklusion der/des Lernenden indem Lernleistungen von Schülerinnen und Schülern wie Teamkooperation, eigenständige Themenbearbeitung, lösungsorientiertes Lernen und Selbsteinschätzung der Lernleistungen einen zentralen Stellenwert gewinnen. Angestrebt wird die Transparenz der Leistungsanforderungen, die Methodenvielfalt, die  Einbeziehung der Jugendlichen in ihren eigenen Lernprozess, die Entwicklung einer Feedbackkultur in der Klasse und die kollegiale Kooperation. (vgl. Horstkemper, 2006 & Hascher, 2008)

Wasserfarbenmalerei - Farbkleckse