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Berufsaus-bildungsgesetz

Erweiterte Möglichkeiten des Berufsaus-bildungsgesetzes (BAG)

Für Jugendliche mit Beeinträchtigungen und Benachteiligungen ist es oft sehr schwierig am ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Daher wurden neue Formen der beruflichen Erstausbildung entwickelt, welche dem Bedürfnis dieser Jugendlichen nach geeigneter Ausbildung und dem Bedarf der Betriebe nach adäquat ausgebildeten Arbeitskräften entsprechen. Sie werden ebenso wie die  herkömmliche Lehre im BAG § 8b Berufsausbildungsgesetz geregelt.

https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10006276

Mit der Verlängerten Lehre bzw. der Teilqualifizierung wurde die Basis geschaffen, durch die junge Menschen bessere Chancen auf einen Arbeitsplatz bekommen.

Neben der herkömmlichen Lehre ermöglichen die beiden Varianten eine Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten:

-  Verlängerte Lehre (VL) , BAG § 8b/1
Für Jugendliche, bei denen angenommen werden kann, dass sie zwar vielleicht länger dafür brauchen, grundsätzlich aber in der Lage sind einen Lehrabschluss zu schaffen, können Lehrverträge abgeschlossen werden, in denen eine längere Lehrzeit vereinbart wird. Eine Verlängerung kann um höchstens ein Jahr (in Ausnahmefällen um bis zu zwei Jahre) erfolgen.

- Teillehre bzw. Teilqualifizierung (TQ), BAG § 8b/2
Für Jugendliche bei denen nicht angenommen werden kann, dass sie in der Lage sind einen vollen Lehrabschluss zu schaffen, können Ausbildungsverträge abgeschlossen werden, bei welchen Teilqualifizierungen durch Einschränkung auf bestimmte Teile des Berufsbildes eines Lehrberufes vereinbart werden.          
Die Dauer der Ausbildung kann – je nach Ausbildungsinhalten – ein bis drei Jahre betragen.

Die beiden Modelle werden durch die Berufsausbildungsassistenz begleitet und unterstützt, diese begleitet die Jugendlichen in sozialpädagogischen und psychologischen Angelegenheiten, wobei eine laufende Kooperation mit den Erziehungsberechtigten, Lehrbetrieben und Berufsschulen erfolgt.

Die Vermittlung in eine Verlängerte Lehre bzw. in ein Teilqualifizierung erfolgt generell durch das AMS

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Integrative Berufsausbildung - Eine Chance für die Zukunft
Video des Bundessozialamtes, Landesstelle Vorarlberg

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