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Legasthenie

Lese-Rechtschreib- schwäche (LRS)

Legasthenie ist eine so genannte "Teilleistungsstörung", die in unterschiedlichen Ausprägungsgraden auftreten kann.

Legasthenie ist die Bezeichnung für Schwächen beim Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechtschreiben, die weder auf eine allgemeine Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung, noch auf unzulänglichen Unterricht zurückgeführt werden können.

Kennzeichnend für eine Legasthenie sind weniger Anfangsschwierigkeiten beim Erwerb der Schriftsprache, als vielmehr eine Diskrepanz zwischen dieser Leistung und den meisten übrigen Lern- und Leistungsmöglichkeiten sowie das Fortwirken der partiellen Lernschwäche auch nach Verbesserung der Lese- und Rechtschreibleistung.

Die Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern mit Legasthenie werden ihrer Rechtschreibung wegen zum Teil unterschätzt, so dass Entscheidungen über die Schullaufbahn immer genau geprüft werden müssen.

Mit der Lese-Rechtschreibschwäche können auch Teilleistungsschwächen der Wahrnehmung, der Motorik (Bewegungs- und Koordinationsstörungen), der Seitendominanz und/oder Beeinträchtigungen des Spracherwerbs zusammentreffen.

Eine unberücksichtigte, unbehandelte oder nicht fachgerecht behandelte Legasthenie führt häufig zur Ausweitung des Versagens in der Schule auf andere Lernbereiche und kann auch das Selbstwerterleben, soziale Beziehungen und das Arbeits- und Leistungsverhalten beeinträchtigen.

Um die Auswirkungen von partiellen Lernschwächen bei der Aneignung der Schriftsprache möglichst gering zu halten und einer ausgeprägten und verfestigten Legasthenie entgegenzuwirken, sind Maßnahmen in Familie, Schule und außerhalb der Schule erforderlich.

Zur Thematik "Leistungsbeurteilung bei Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) bzw. Legasthenie" gibt es einen eigenen Erlass des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (RS Nr. 32/2001, GZ 36.200/38-SLV/2001). 

Ölkreidenmalerei - Verschiedenfarbige, schuppenförmig angeordnete Flächen

Informationen zum Thema Legasthenie bei der Österreichischen Schulpsychologie