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Überblick

Sonderpädagogik im Überblick

In Österreich entwickelte sich aufgrund einer langen humanistischen Tradition ein Sonderschulwesen, das sich, wie in den meisten westeuropäischen Staaten, in behinderungsspezifische Sonderschularten ausdifferenzierte. Mit dem großen Schulreformwerk im Jahre 1962 wurden die nach Behinderungsarten differenzierten Sonderschulen gesetzlich verankert.

Während in der Vergangenheit die Aufnahme bzw. die Einweisung in eine Sonderschule entsprechend den Sonderschularten erfolgte, zeichnet sich ab etwa Mitte der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts ein Paradigmenwechsel ab. Die Tendenz, die besonderen Erziehungs- und Bildungsbedürfnisse behinderter Kinder in integrativen Beschulungsformen gemeinsam mit nicht behinderten Kindern wahrzunehmen, wurde immer stärker und fand auch in den gesetzlichen Regelungen (Schulorganisationsgesetz, Schulpflichtgesetz) ihren Niederschlag.

  • SchOG § 9
  • SchOG § 15
  • SchOG § 34
  • SchOG § 55a
  • SchOG § 68a
  • SchPflG § 8a

Nach den Schulgesetznovellen des Jahres 1993, die eine Implementierung des integrativen Unterrichts vorerst in die Volksschule brachten, wurden die bisherigen Betreuungsformen neu organisiert. Besonders die neu geschaffenen Sonderpädagogischen Zentren (SchOG §27a) haben eine Schlüsselfunktion bei der integrativen Betreuung behinderter Schüler.

Für die Integration von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Sekundarstufenbereich 1 (Schule der 10 bis 14-jährigen) wurden die gesetzlichen Grundlagen in den Schulgesetznovellen des Jahres 1996 geschaffen.

1998 wurde mit einer weiteren Gesetzesnovelle die Einführung einer 9. Schulstufe an Sonderschulen als Berufsvorbereitungsjahr beschlossen. Im Hinblick auf die Bedeutung der beruflichen Vorbereitung wurde auch die Verbindliche Übung Berufsorientierung in der Sonderschule ab der 7. Schulstufe eingeführt.
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For students with special educational needs particular provisions are made to match their individual needs in the best way possible.

The 1962 'School Organisation Act' is the basic legal framework for Special Needs Education in Austria. It is the foundation on which the current organisation of special schooling, special schools and inclusive education rests.

Important milestones are the 15th and 17th Amendment to the 'School Organisation Act' in 1993 and in 1996 and the associated amendments of the 'Compulsory Schooling Act', the School Education Act and of the 'Basic Act on the Maintenance of Compulsory Schools'. These legislative amendments have re-oriented the educational system in providing new forms of special pedagogical assistance for students with special educational needs during primary and lower secondary education (grade 1 to 8).

For further Information in English please go to:

Link öffnet in einem neuen Fensterwww.european-agency.org

Link öffnet in einem neuen Fensterhttp://www.eurydice.org/Eurybase/Application/eurybase.htm

Filzstiftzeichnung - abstraktes Gesicht neben Zwiebeltürmen