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Community Integration Sonderpädagogik

Kinder im Krankenhaus

Heilstätten- unterricht

Jährlich müssen sich zahlreiche Kinder und Jugendliche einem längeren Spitalsaufenthalt unterziehen. In vielen Fällen ist das durch eine schwere bis lebensbedrohende Krankheit bedingt. Wenn auch in den meisten Fällen davon ausgegangen werden kann, dass die Familie eine große Stütze zur Bewältigung der Situation ist, kommen neben der durch die Krankheit selbst bedingten existenziellen Ungewissheit noch folgende Probleme dazu:

  • Isolation wegen der großen Ansteckungsgefahr
  • Phasen der Abgeschiedenheit ohne spezielle Anregung
  • Isolation vom Freundeskreis, von der Herkunftsklasse und den Mitpatienten
  • Probleme, den Lernfortschritt der Herkunftsklasse mit zu vollziehen.

Mit Hilfe z.B. von modernen Technologien ist eine Vernetzung mit anderen Institutionen und Schulen eine große Chance für die Heilstättenschule. (Projekt iicc-Austria - Ill and Isolated Children Connected) Kinder, die einen längeren Krankenhausaufenthalt vor sich haben, können mit ihren Herkunftsschulen, Klassenkamerad/innen und Lehrpersonen via E-mail und anderen Formen der digitalen Kommunikation Kontakt halten. Es besteht des Weiteren die Möglichkeit konkrete Lerninhalte, Tests, Schularbeiten, die die Lehrkraft in der Herkunftsschule zusammenstellt, zu vermitteln. Die Lehrer/innen vor Ort übernehmen nicht mehr die aktive Rolle der Wissensvermittlung sondern begleiten und beraten beim Erlernen der Inhalte. Somit wird ein späterer Wiedereinstieg in die Herkunftsschule wesentlich erleichtert und eventueller Schullaufbahnverlust vermieden.

Ölkreidenmalerei - Verschiedenfarbige, schuppenförmig angeordnete Flächen