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SQA und Sonderpädagogik/ Inklusion

Der Weg zu einem inklusiven Bildungssystem

Mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2008 hat sich Österreich verpflichtet, Schritt für Schritt ein inklusives Bildungssystem aufzubauen. Im Nationalen Aktionsplan Behinderung 2012 – 2020 vom Juli 2012 konkretisiert die Bundesregierung ihre Ziele:

 

"Bund, Länder und Gemeinden sollen zunächst in Modellregionen inklusive Schul- und Unterrichtsangebote erproben und mit der Zeit diese ausbauen." (S. 63)

In der Maßnahme 125 wird das Jahr 2020 als Ziel für einen "flächendeckenden Ausbau der Inklusiven Regionen" genannt (S. 64)

 

Individualisiertes, differenziertes und gemeinsames Lernen und Arbeiten aller Schüler/innen ist daher ein wesentliches Qualitätskriterium für alle Schulen und im SQA-Prozess zentral zu denken. Behinderung wird laut UN-Konvention nicht mehr als Defekt, als Schädigung der individuellen Schüler/innen gesehen, sondern als unzureichende Partizipation beschrieben, als fehlende Möglichkeiten, das eigene Potenzial zu entwickeln und angemessene Herausforderungen für den Entwicklungs- und Bildungsprozess innerhalb der Gemeinschaft zu finden. Inklusion bezieht sich in dieser Herangehensweise daher auf alle Kinder, legt aber besonderes Augenmerk auf Schüler/innen mit besonderen Bedarfen wegen eines besonders hohen Risikos der Exklusion bzw. Marginalisierung oder des Underachievement.

Fragen nach inklusivem Schulmanagement, inklusiver Didaktik, Bildungsangeboten für alle Schüler/innen und Beziehungsgestaltung an Schulen und in Klassen werden ebenso wie die Außenbeziehungen von Schulen zu wesentlichen Bereichen der Schulentwicklung und damit der Beratung innerhalb des SQA-Prozesses. Die Aufgabe Sonderpädagogischer Zentren ist die Vorbereitung und die Begleitung aller integrativen/inklusiven Maßnahmen in dafür definierten Regionen. Als solche sind sie für Schulentwicklungsprozesse, die eine pädagogische Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung zum Ziel haben, wesentliche Akteure, da sie über die dafür notwendigen Kompetenzen und das notwendige regionale Wissen verfügen.

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Näheres zum Thema SQA finden Sie unter:

Link öffnet in einem neuen Fensterwww.sqa.at